Die Villa Hohenhof

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Der Hohenhof zählt zu den bedeutendsten Gebäuden der Moderne in Europa. Die von dem flämischen Architekten Henry van de Velde konzipierte Villa wurde für die Hagener Sammler und Mäzene Karl Ernst und Gertrud Osthaus als Jugendstil-Gesamtkunstwerk geplant und mit Werken von Hermann Haller, Ferdinand Hodler, Henri Matisse und Johan Thorn Prikker ausgestattet.
Aufgrund seiner Einzigartigkeit ist der Hohenhof heute Teil des internationalen Netzwerks Iconic Houses und ein herausragendes Monument auf der Route Industriekultur in der Metropole Ruhr.


Blick vom Garten auf die Villa Hohenhof, Foto: Tobias Roch, (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2026


1906 beauftragte der Gründer des Folkwang-Museums Karl Ernst Osthaus (1874-1921) den Architekten Henry van de Velde (1863-1957), das Wohnhaus der Familie zu planen. Das 1908 bezugsfertige Gebäude entwarf der flämische Architekt aus einem Guss. Für die Innenausstattung entstanden in Absprache mit dem Bauherrn Möbel, Wanddekorationen und Bodenbeläge, Lampen und Stoffe, Geschirr und Besteck nach Entwürfen van de Veldes. Kunstwerke bedeutender Vertreter der europäischen Moderne wurden während der Bauzeit des Hohenhofs ausgewählt und in die Architektur integriert. Die von van de Velde angelegte Gartengestaltung wurde 1913/14 nach einem Plan des Reformarchitekten Leberecht Migge (1881-1935) verändert. Die letztgültige Gestaltung des weitläufigen Gartens wurde 2022/23 aufwendig wiederhergestellt.
Die denkmalgeschützte Gesamtanlage zählt heute europaweit zu den wenigen begehbaren Gesamtkunstwerken aus der Zeit des Jugendstil und der sogenannten „Stilwende“ um 1910.

Das ehemalige Arbeitszimmer von Karl Ernst Osthaus, Foto: Rainer Stamm, (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2026




Blick ins Esszimmer, Foto: Deimel + Wittmar Fotografie, (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2026


English version

Villa Hohenhof is one of the most important modernist buildings in Europe. Designed by the Flemish architect Henry van de Velde for Hagen-based collectors and patrons Karl Ernst and Gertrud Osthaus, the villa was conceived as an Art Nouveau ‘Gesamtkunstwerk’ (synthesis of the arts), and furnished with artworks by Hermann Haller, Ferdinand Hodler, Henri Matisse and Johan Thorn Prikker.
Thanks to its unique status, Villa Hohenhof is now part of the international „Iconic Houses“ network and an outstanding monument on the „Route of Industrial Culture“ in the Ruhr Metropolis.

In 1906, Karl Ernst Osthaus (1874‒1921), founder of the Folkwang-Museum, commissioned Henry van de Velde (1863‒1957) to design his family home. The Flemish architect conceptualised the building as a single entity, which was ready for occupancy in 1908. In consultation with the client, furniture, wall decorations and floor coverings, lamps and fabrics, crockery and cutlery were produced after van de Velde’s design. Works of art by important representatives of European modernism were selected during the construction of Villa Hohenhof and integrated into the architecture. The reformist architect Leberecht Migge (1881‒1935) altered van de Velde’s original garden plan in 1913/14. The extensive garden’s final appearance was restored at great cost in 2022/23.
Today, the listed complex is one of the few accessible ‘Gesamtkunstwerke’ (synthesis of arts) from the Art Nouveau period and the so-called ‘Stilwende’ (change of style) around 1910 in Europe.


Öffnungszeiten & Preise

Villa Hohenhof
Stirnband 10
58093 Hagen
t 02331 55990

Samstag und Sonntag, 11 bis 18 Uhr

Erwachsene: 4 Euro
Kinder unter sechs Jahren: Eintritt frei

Der Garten der Villa Hohenhof ist größtenteils barrierefrei, das Gebäude jedoch nicht.


Broschüren und weitere Informationen

 Infobroschüre zu öffentlichen Führungen zum Hagener Impuls (2026)

 Der Hohenhof bei der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027

Die Villa Hohenhof gehört zu den  Iconic Houses

 Grabmal von Karl Ernst Osthaus im Garten des Hohenhof

Der Hohenhof ist Ankerpunkt auf  der Route der Industriekultur

 Film "Bauhaus" - der Hagener Impuls

 Film "Der Zauber des alten Damaskus - West-Östliche Impulse am Hohenhof

 Gartendenkmalpflegerische Entwicklungskonzeption

 Riemerschmid & Walddorf

 Film "REACTEU fördert die grüne Transformation"






Den Künsten ein Fest.