Emil Schumacher

Bäume – "...Wie könnte ich mich der Natur entziehen"

16. Juni 2011 –
15. Januar 2012

Die Bilder Emil Schumachers spiegeln immer gesehene, nie erdachte Wirklichkeit wider. Schumacher verwandelte das Gesehene in anschauliche und vielseitig verständliche Zeichen, deren poetische Freiheit dem Betrachter dabei stets einen offenen Blick auf die Bilder und die eigene Freiheit der Wahrnehmung erlaubt. In den ausgestellten Bildern und Gouachen Schumachers lässt sich das eine oder andere von dem beobachten, was für Schumacher zum Augenerlebnis wurde: Baum und verdorrtes Gestrüpp, knorrig, ohne Laub; aufgebrochene lehmige Schollen mit durchbrechenden Trieben; Schatten von totem Wurzelwerk oder ein Kaktus mit ungebärdigen Knollen.

Die Ausstellung ermöglicht Seherlebnisse Schumachers in der Natur nachzuvollziehen und über das besonders im Spätwerk häufig wiederkehrende Motiv Baum die Umwandlung in die eigene Bildsprache des Künstlers zu erkennen.

G-65/1986 (Kaktus), 1986
Gouache auf weiß-grundiertem
Packpapier, 45 × 56,5 cm

Abstraktes Gemälde von Emil Schumacher mit dem Titel »G-65:1986 (Kaktus)« aus dem Jahr 1986. Im Zentrum steht eine großflächige, dunkelgrüne, organisch wirkende Form, die an einen Kaktus erinnert. Die Form ist von kräftigen, dynamischen Pinselstrichen und zahlreichen schwarzen, stachelartigen Linien umgeben. Der Hintergrund ist unregelmäßig beige und weiß. Unten rechts befindet sich eine Signatur.